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06/06/2008
(Sport)

Hartumkämpfter 2:0-Viertelfinalsieg der Südtirolauswahl gegen Okzitanen bei Europeada



Bachlechner lässt Südtirol träumen Hartumkämpfter 2:0-Viertelfinalsieg der Südtirolauswahl gegen Okzitanen bei Europeada Trun - Südtirol kann weiterhin vom Europeada-Titel träumen. Nach einer bärenstarken kämpferischen Leistung und dank dem Torriecher von Thomas Bachlechner wurde gestern abend um 20.18 Uhr der Einzug ins Europeada-Halbfinale mit einem 2:0-Sieg gegen die Okzitanen aus Frankreich perfekt. Auf dem Weg ins morgige Finale in Chur sind heute abend die Roma aus Ungarn Halbfinalgegner der weiß-roten Auswahl. Von Dolomiten Redakteur Andreas Vieider aus Trun Es war ein ganz hartes Stück Arbeit, das die Südtiroler Fußballauswahl bei mitunter strömendem Regen zu erledigen hatte. Gegen eine äußerst defensiv eingestellte Mannschaft, die ausschließlich auf Konterchancen und Standardsituationen spekulierte, gab es lange Zeit kein Durchkommen. Die Südfranzosen waren erwartet ballsicher und versuchten von der ersten Minute an, mit Härteeinlagen den Südtirolern den Schneid abzukaufen. Aber Kiem & Co. ließen sich in keiner Phase des Spiels einschüchtern und boten den Okzitanen ebenbürtig die Stirn. Im Vergleich zum Karatschai-Spiel kamen wieder Debelyak (für Michael Gatterer), Bachlechner (für Mair), Klotzner (für Staffler) und Regele (für Dapunt) in die Mannschaft. Beim Aufwärmen musste hingegen Benno Unterpertinger wegen eines leichten Zwickens im Knie w.o. geben, für ihn spielte Hannes Gatterer auf der rechten Seite. Christian Rainer rückte mit Harald Kiem ins zentrale Mittelfeld. Nachdem in den ersten 25 Minuten auf beiden Seiten gar nichts passierte und Südtirol nur mit mehr Ballbesitz aufwarten konnte, wurde es nach einem Eckball erstmals gefährlich. Harald Kiem spielte zur Mitte, wo Hannes Gatterer am ersten Pfosten an die Oberkante der Querlatte köpfte (25.). Drei Minuten später erstmals Jubel im Südtiroler Lager: Nachdem sich Kapitän Brugger auf der rechten Seite kraftvoll durchsetzte, spielte er flach zur Mitte, wo Bachlechner in unnachahmlicher Manier mit der Hacke zum 1:0 traf. Die Okzitaner waren angeschlagen und bis am Ende der ersten Hälfte zu keiner nennenswerten Reaktion fähig. Nur bei vielen kleinen Fouls und heftigen Protesten beim souveränen Schweizer Unparteiischen waren sie klar besser als die Südtiroler. Auch in der zweiten Hälfte lebte die Partie hauptsächlich von der Spannung. Südtirol behielt das Heft problemlos in der Hand, hochkarätige Möglichkeiten gab es zunächst aber nicht. Es dauerte bis zur 57. Minute, ehe es wieder spannend wurde. Einen Freistoß von Bachlechner wehrte der Okzitanen-Torhüter mit einem Reflex zum Eckball ab. Postwendend musste Debelyak das erste (und einzige) Mal eingreifen, als er einen gefährlichen Kopfball eines Okzitanenstürmers über die Querlatte lenkte (59.). Bei den Franzosen ging mit Fortdauer des Spiels immer mehr die Kraft aus. Zahlreiche Kontermöglichkeiten für Südtirol waren die Folge. Eine davon nutzte Bachlechner nach toller Vorarbeit von Harald Kiem und Ribul zum entscheidenden 2:0 (80.).

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