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Von den Hochebenen nach Karfreit

 
Dauer und Öffnungszeiten:

vom 31. März bis 04. November

Täglich ausser Montag in März, April und Oktober, von  10.00 -12.00 und von 14.30 - 17.30

 

Nach dem großen Erfolg der Ausstellung “Der Erste Weltkrieg und die Frühjahrsoffensive 1916” – die in knapp sieben Monaten von mehr als 11.000 Personen besucht wurde - hat das Dokumentationszentrum Lusern nun für das Jahr 2007 eine neue Ausstellung im Programm, die den historischen Bericht über den Ersten Weltkrieg von 1914 – 1918 an der italienischen Front vervollständigt.
Kurator dieser Ausstellung ist wieder Dr. Lorenzo Baratter, der auch für die Organisation verantwortlich ist.
Das reichhaltige, im Besitze des Dokumentationszentrums Lusern befindliche Material wird durch zahlreiche interessante Leihexponate von privaten Sammlern ergänzt.

     

     Die Eröffnung der neuen Ausstellung mit dem Titel “Dagli Altopiani a Caporetto - Von den Hochebenen nach Karfreit” fand am Samstag den 31. März 2007 statt.
Die Ausstellung ist vom 31. März bis 4. November 2007 geöffnet. Öffnungszeiten von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.30 bis 17.30. (Im April, Mai und Oktober am Montag geschlossen)
Nach dem 4. November Gruppenführungen gegen Voranmeldung; weiters ist die Ausstellung vom 26. Dezember bis 6. Jänner 2008 zu den normalen Öffnungszeiten zugänglich.
Die gesamte Ausstellung ist in deutscher und italienischer Sprache programmiert (Texte der Tafeln, Bildbeschriftungen, Filme, die im Videosaal laufend vorgeführt werden); Lusern, als zimbrische Sprachinsel bayrischen Ursprungs, sieht sich immer mehr als Ort der Begegnung und der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern, jedoch auch als Bindeglied zwischen der deutschen und der italienischen Kultur.

Die Ausstellung beginnt im Erdgeschoß des Dokumentationszentrums. Im ersten großen Saal rechts hängt eine Tafel mit der Zusammenfassung über die historischen Themen aus der Ausstellung 2006 „Der Erste Weltkrieg und die Frühjahrsoffensive 1916“.

     

Weiters sind in diesem Saal Bilder und Tafeln zu sehen, die sich auf die Kriegsvorbereitungen beziehen, wie den Bau der Befestigungen, den Konflikt selbst und die Folgen für die Hochebenen in den Jahren 1915/1916. Der zweite Saal, ebenfalls im Erdgeschoß, gibt Aufschluss über die Geschichte des Befestigungswerkes Lusern mit Fotographien, Aufzeichnungen auf verschiedenen Tafeln; es sind zwei Zelte aufgestellt (ein österreichisches und ein italienisches) und verschiedene Exponate und Material aus der Befestigung Lusern. Man wollte bereits in der Ortschaft selbst damit beginnen, das Befestigungswerk Lusern hervorzuheben und die Besucher darauf aufmerksam machen, dass heute umfangreiche Restaurierungsarbeiten zur Aufwertung dieses Kriegsbauwerkes, als bedeutenden Ort der Erinnerung im Gange sind und teilweise bereits abgeschlossen werden konnten.

     
     

Um den zur Verfügung stehenden Raum bestens zu nutzen, wurden Trennungselemente verwendet, die den Besucher sozusagen durch die Ausstellung “führen”; um bei dem Kriegsthema und zwar den Schützengräben zu bleiben, wurden hier Jutesäcke verwendet, nach dem Vorbild jener die zur Verstärkung und zum Schutz der militärischen Verteidigungsstrukturen verwendet wurden. Dies alles vermittelt ein sehr eindrucksvolles Bild der damaligen Kriegssituation; entsprechende Toneinschaltungen lassen die damalige Atmosphäre noch deutlicher erleben.
Begeben wir uns nun in die oberen Stockwerke: die beiden großen, auf zwei Stockwerke verteilten Säle sind den großen Kriegsereignissen von 1916 und 1917 an der italienischen Front gewidmet. Die verschiedensten Uniformen, persönliche Gegenstände, Auszeichnungen und vieles mehr, sowie zahlreiche Tafeln mit Texten und Fotographien illustrieren den historischen Verlauf des Konfliktes.
In den kleineren Sälen geht man auf zwei Ereignisse näher ein: es wird an die 10.501 Trentiner erinnert, die während des Ersten Weltkrieges im österreichisch- ungarischen Heer ihr Leben lassen mussten und an das Drama der evakuierten Zivilbevölkerung der Hochebenen während dieses Konfliktes. Auch aus Lusern, das an der vordersten Frontlinie lag, musste die gesamte Bevölkerung während der Bombenangriffe am 25. Mai 1915 fliehen; sie wurde in das nördliche Böhmen ausgesiedelt.

     

Im Videosaal mit ca. 25 Sitzplätzen wird ein Film mit dem Titel “Dagli Altopiani a Caporetto - Von den Hochebenen nach Karfreit” gezeigt, der das Thema der Ausstellung gekonnt mit entsprechenden Texten und Aufnahmen zusammenfasst. Der Film ist in deutscher und italienischer Sprache abgefasst und auch als DVD im Bookshop des Dokumentationszentrums erhältlich.


Im großen Mansardesaal kann man die Schlacht von Karfreit (Caporetto 1918) verfolgen:
ein als Schützengraben imitierter Gang zieht sich durch den großen Saal , der dem Besucher auf einfache, aber präzise Weise eine der schrecklichsten, tragischen Schlachten des Ersten Weltkrieges vor Augen führt.

     
     

Hier sehen wir auch die Figur eines Offiziers der Kaiserjäger und eines Soldaten des österreichischen Landsturms, einen Kriegsaltar mit der Figur eines italienischen Militärkaplans, den Rüstung Farina, das Geschirr eines italienischen und eines österreichischen Maulesels, Sprengkörper, Behälter für Lebensmittel und Flüssigkeiten, verschiedene Schaukästen mit täglichen, von den Soldaten verwendeten Gebrauchsgegenständen, Helme und Feldmützen, Pfeifen, Zeitschriften, Ansichtskarten und zahlreiche, verschiedene Gegenstände, die alle große Aufmerksamkeit verdienen. Hier werden wertvolle Exponate aus Privatsammlungen ausgestellt, die aus dem Veneto, dem Trentino und aus Südtirol stammen.


Im Boookshop des Dokumentationszentrums ist das Buch “Dagli Altopiani a Caporetto. Von den Hochebenen nach Karfeit” von Lorenzo Baratter in deutscher und italienischer Sprache erhältlich, das die gesamte Geschichte der Ausstellung mit zahlreichen Fotographien und Darstellungen zusammenfasst. Der Ausgabe liegt weiters das bisher unveröffentlichten Tagebuch über das Befestigungswerk Lusern zwischen 1915 und 1916 bei. (Dokumentationszentrum Lusern, 2007, 300 Seiten, € 20,00)
Diese Ausgabe bietet sich als wichtige und großzügig angelegte historische Veröffentlichung über das Thema des Ersten Weltkrieges in Europa und auf den Gebieten der Hochebenen betrachtet an.


Das DVD Video über die Ausstellung ist zum Preis von € 15.00 erhältlich.


Während der Sommermonate werden einige Konferenzen zur Vertiefung der Ausstellungsthemen veranstaltet, sowie Filme über den Ersten Weltkrieg gezeigt.
Auf Anfrage können während der Sommermonate Gruppenführungen zum Befestigungswerk Lusern und auf die Gebiete der Hochebenen, die im Ersten Weltkrieg am stärksten betroffen waren, organisiert werden.
Termine bitte mit dem Sekretariat des Dokumentationszentrums Lusern (+0039/0464/78.96.38 – e-mail luserna@tin.it oder mit dem Vorsitzenden Luigi Nicolussi Castellan (+39.338.3033802) e-mail lnicolu@tin.it oder mit dem Kurator der Ausstellung, Dr. Lorenzo Baratter e-mail info@lorenzobaratter.it zu vereinbaren.

     

    Die im Dokumentationszentrum Lusern veranstalteten, erfolgreichen Ausstellungen über den Ersten Weltkrieg konnten nun, dank einer gekonnten Mischung von Texten und Fotografien in einem reichhaltigen Buch in deutscher und italienischer Sprache zusammengefasst werden. Autor dieser interessanten Ausgabe ist der Historiker Lorenzo Baratter. Unter den vielfältigen Themen möchten wir besonders auf die Frühjahrsoffensive von 1916 hinweisen, die Schlachten am Isonzo, die Schlacht auf dem Ortigara, sowie die Niederlage von Caporetto (Karfreit) im Oktober 1917. Neben der Beschreibung der allgemeinen Vorkommnisse, finden wir ausführliche Berichte über jene Ereignisse, die eng mit der Geschichte der Hochebenen, mit Lusern und dem Trentino verbunden sind, mit besonderem Augenmerk auf die Flüchtlinge unter der Zivilbevölkerung und auf die in das kaiserliche Heer einberufen Soldaten. Die großen Ereignisse der Geschichte sind chronologisch nach den Hauptereignissen aufgeschlüsselt, begleitet von Briefen, Tagebüchern und Abbildungen der Soldaten, den Protagonisten dieses Konfliktes. Das Buch wird durch ein unveröffentlichtes, wertvolles Dokument bereichert: das Originaltagebuch des Kommandanten der österreichischen Befestigung Lusern, Oberleutnant Josef Schaufler, das dieser zwischen 1915/1916 verfasste. Das Vorwort stammt von Mario Rigoni Stern, einem unserer größten, zeitgenössischen Schriftsteller.

     

Unterlagen der Ausstellung in Format pdf

Einladung zur Ausstellung

Großes Ausstellungsplakat

     
     
 

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DOKUMENTATIONSZENTRUM LUSERN ONLUS – Via Trento 6, 38040 Lusern, Trentino, Italien  -  mail: info@lusern.it