...
Stefan Dorn, zweiter Bürgermeister von Neuhaus am Inn, in seinem Urlaub knapp 340 Urbayern mitten in Italien aufgespürt hat? In Lusern führte Altbürgermeister Luigi Nicolussi Castellan den Neuhauser durch den Ort und erläuterte die interessante Geschichte der südlichsten Gemeinde des deutschen Sprachraumes. Vor 1000 Jahren waren Menschen aus Bayern in Richtung des Klosters von St. Maria in Organo von Verona ausgewandert. Vor etwa 700 Jahren besiedelten diese Urbayern das südöstliche Gebiet des Trentino und gründeten u.a. den Ort Lusern. Einst sprachen in der Region knapp 20.000 Menschen Zimbrisch und damit die südlichste Form des Deutschen. Heute ist die Zahl der Sprecher als Folge der faschistischen Verfolgung der deutschsprachigen Bevölkerung in Italien und als Folge von Abwanderung aus wirtschaftlichen Gründen auf einige wenige Dutzend in der Region und fast die gesamte Bevölkerung des idyllisch gelegenen Ortes Lusern gesunken" berichtet Dorn, der zugleich Landesvorstandsmitglied des "Bayernbundes" ist. Die verbliebenen Personen setzen sich mit Nachdruck für einen Erhalt ihrer Sprache und der Tradition ein. -me-